Bienenprodukt
Bienenwachs
Bienenwachs wird von Wachsdrüsen am Hinterleib junger Arbeiterinnen in Form kleiner Plättchen ausgeschieden, aus denen sie Waben bauen. Es ist ein komplexes Gemisch aus mindestens 284 Verbindungen, hauptsächlich Estern, dazu Kohlenwasserstoffen und freien Fettsäuren. Die Verfälschung mit billigerem Paraffin ist ein bekanntes Problem, das sich nur mit chemischen Analysen nachweisen lässt.

Was wir wissen
Woran man sie erkennt
Zusammensetzung
Reines Bienenwachs der Westlichen Honigbiene, Apis mellifera, besteht aus mindestens 284 verschiedenen Verbindungen.
Bestätigter Fakt[1]Die FAO zählt 21 Hauptverbindungen, die jeweils mehr als 1 % des reinen Bienenwachses ausmachen und zusammen 56 % des Wachses stellen; die übrigen 44 % sind vielfältige Nebenbestandteile.
Bestätigter Fakt[1]Eine Bewertung des JECFA gibt typische Anteile von linearen Wachsmonoestern und Hydroxymonoestern mit 35 bis 45 % und von komplexen Wachsestern mit 15 bis 27 % an.
Bestätigter Fakt[2]Dieselbe Bewertung nennt ungeradzahlige geradkettige Kohlenwasserstoffe mit 12 bis 16 %, freie Fettsäuren mit typischerweise 12 bis 14 % und freie primäre Fettalkohole mit etwa 1 %.
Bestätigter Fakt[2]
Erzeugung
Junge Arbeiterinnen scheiden Bienenwachs als kleine Plättchen aus acht Wachsdrüsen an der Unterseite des Hinterleibs aus und bauen daraus die Waben.
Bestätigter Fakt[1]Handelsübliches Bienenwachs wird nach der Honigentnahme aus den Waben gewonnen, indem man sie mit heißem Wasser, Dampf oder Sonnenwärme schmilzt.
Bestätigter Fakt[2]In Rähmchenbeuten beträgt der Wachsertrag nur etwa 1 bis 2 % der Honigerzeugung nach Gewicht, gegenüber 10 bis 15 % in Oberträgerbeuten und traditioneller Imkerei.
Statistische Schätzung[1]
Standards und Vorschriften
Bienenwachs lässt sich leicht verfälschen, meist mit billigen Paraffinwachsen, und die Verfälschung ist nur mit chemischen Analysen nachweisbar.
Bestätigter Fakt[1]Ein auf der EurBee 8 (2018) vorgestellter Konferenzbeitrag berichtete, dass mehr als 65 % von 137 Mittelwand- und Wachsblockproben aus 15 europäischen Ländern, gesammelt 2016 bis 2018, mit Paraffin verfälscht waren, mit Anteilen von 5 bis 93 %.
Beobachtung[4]Die EFSA-Bewertung von 2020 zu mit Paraffin oder Stearin verfälschtem Bienenwachs empfahl, bei Reinheitsprüfungen mindestens zwei physikalisch-chemische Parameter mit fortgeschrittenen Methoden zu kombinieren, um Verfälschungsmittel auch unterhalb von 5 % zuverlässig nachzuweisen.
Bestätigter Fakt[3]
Honey Odyssey beschreibt Zusammensetzung, Herkunft und Tradition. Es gibt keine medizinischen Ratschläge und macht keine gesundheitsbezogenen Aussagen.
Weiter
Quellen
- Krell, R. (1996). Value-added products from beekeeping. FAO Agricultural Services Bulletin 124. Rome: Food and Agriculture Organization of the United Nations. Chapter 4: Wax. Link
- Kuznesof, P. M. (first draft), reviewed by Whitehouse, D. B. Beeswax: Chemical and Technical Assessment (CTA). Prepared for the 65th meeting of the Joint FAO/WHO Expert Committee on Food Additives (JECFA), June 2005. Rome: FAO. Link
- European Food Safety Authority (EFSA) (2020). Risk assessment of beeswax adulterated with paraffin and/or stearin/stearic acid when used in apiculture and as food (honeycomb). EFSA Supporting Publications, EN-1859. Link
- Svečnjak, L., Prđun, S., Baranović, G., Damić, M., & Rogina, J. (2018). Alarming situation on the EU beeswax market: the prevalence of adulterated beeswax material and related safety issues. Abstract in: EurBee 8, 8th European Congress of Apidology, Ghent, Belgium, 18 to 20 September 2018, pp. 114 to 115. Indexed in CROSBI, Croatian Scientific Bibliography. Link
Zuletzt geprüft: 20. Oktober 2026. Jede Aussage auf dieser Seite wurde mit der zitierten Quelle abgeglichen.



