Bienenprodukt
Gelée royale
Gelée royale ist ein Sekret der Futtersaftdrüsen (Hypopharynxdrüsen) und der Mandibeldrüsen junger Ammenbienen. Alle Larven erhalten es in ihren ersten drei Tagen, aber nur Königinnenlarven und die Königin werden weiter damit gefüttert. Es besteht überwiegend aus Wasser, dazu Eiweißen, Zuckern und Lipiden, und seine Qualität ist in ISO 12824:2016 festgelegt.

Was wir wissen
Woran man sie erkennt
Die Fettsäure 10-HDA, (2E)-10-Hydroxydec-2-ensäure, ist eine ungesättigte Fettsäure, die nur in Gelée royale vorkommt.
Bestätigter Fakt[2]Die FAO beschreibt Gelée royale als recht flüssige Paste, weißlich mit gelblichen oder beigefarbenen Tönen, mit stechend phenolischem Geruch und charakteristisch saurem Geschmack.
Angabe des Betriebs[1]
Zusammensetzung
Eine Studie von 2017 gibt unter Berufung auf frühere Arbeiten für Gelée royale 60 bis 70 % Wasser an, mit Eiweißen von 27 bis 41 % der Trockenmasse, Kohlenhydraten bis zu 30 % und Lipiden von 3 bis 8 %; die FAO nennt breitere Spannen.
Bestätigter Fakt[2]Die Lipidfraktion von Gelée royale besteht, bezogen auf die Trockenmasse, zu 80 bis 90 % aus freien Fettsäuren.
Bestätigter Fakt[1]In einer Studie an fünf Gelée-royale-Proben aus der Gespanschaft Osijek-Baranja in Kroatien lag der 10-HDA-Gehalt zwischen 1,56 % und 3,78 %.
Beobachtung[2]
Kristallisation und Lagerung
Laut FAO muss Gelée royale bei der Lagerung stets bei 5 °C oder darunter aufbewahrt werden, und einzelne dafür geerntete Weiselzellen sollten mindestens 200 mg enthalten.
Bestätigter Fakt[1]
Erzeugung
Gelée royale ist ein Sekret sowohl der Hypopharynx- als auch der Mandibeldrüsen von Ammenbienen, also jungen Arbeiterinnen.
Bestätigter Fakt[3]Junge Ammenbienen füttern Arbeiterinnen-, Drohnen- und Königinnenlarven in deren ersten drei Tagen mit Gelée royale; danach erhalten es nur noch Königinnenlarven und die Königin.
Bestätigter Fakt[2]Bienen lagern Gelée royale nicht ein; es wird stets unmittelbar bei der Absonderung an die Königin oder die Larven verfüttert.
Bestätigter Fakt[1]
Standards und Vorschriften
Eine kroatische Studie von 2017 gibt an, dass frisches und echtes Gelée royale laut ISO und der International Honey Commission mindestens 1,4 % 10-HDA enthalten sollte.
Bestätigter Fakt[2]ISO 12824:2016 legt Anforderungen an Erzeugung und Hygiene von Gelée royale sowie organoleptische und chemische Prüfverfahren zur Kontrolle seiner Qualität fest.
Bestätigter Fakt[4]Die ISO-Norm behandelt außerdem Transport, Lagerung, Verpackung und Kennzeichnung, gilt aber nicht für Produkte, in denen Gelée royale mit anderen Lebensmitteln gemischt ist.
Bestätigter Fakt[4]
Honey Odyssey beschreibt Zusammensetzung, Herkunft und Tradition. Es gibt keine medizinischen Ratschläge und macht keine gesundheitsbezogenen Aussagen.
Weiter
Quellen
- Krell, R. (1996). Value-added products from beekeeping. FAO Agricultural Services Bulletin 124. Rome: Food and Agriculture Organization of the United Nations. Chapter 6: Royal jelly. Link
- Flanjak, I., Jakovljević, M., Kenjerić, D., Cvijetić Stokanović, M., Primorac, Lj., & Bilić Rajs, B. (2017). Determination of (2E)-10-hydroxydec-2-enoic acid in Croatian royal jelly by high-performance liquid chromatography. Croatian Journal of Food Science and Technology, 9(2), 152 to 157. https://doi.org/10.17508/CJFST.2017.9.2.10 Link
- Su, S., Albert, S., Chen, S., & Zhong, B. (2005). Molecular cloning and analysis of four cDNAs from the heads of Apis cerana cerana nurse honeybees coding for major royal jelly proteins. Apidologie, 36, 389 to 401. https://doi.org/10.1051/apido:2005026 Link
- International Organization for Standardization. ISO 12824:2016 Royal jelly: Specifications. Edition 1, published September 2016, confirmed 2021. Link
Zuletzt geprüft: 20. Oktober 2026. Jede Aussage auf dieser Seite wurde mit der zitierten Quelle abgeglichen.



