Honey Odyssey

Eine kleine Biene.
Eine ganze Welt.

Eine visuelle Enzyklopädie der Bienen, Pflanzen, Bienenstände und des Honigs. Jede Angabe führt zu ihrer Quelle.

Nahaufnahme des Kopfes einer Westlichen Honigbiene im Profil: Facettenauge, Fühler und goldene Behaarung vor schwarzem Hintergrund.
ExemplarApis mellifera, ArbeiterinBildFokus-Stacking-Aufnahme, USGS Bee Inventory and Monitoring LabRechteGemeinfrei

Die Reise

Von der Blüte zum Honig

Honig entsteht zweimal: einmal in der Pflanze und noch einmal im Stock. Folgen Sie einer Ladung Nektar.

Eine Bunte Hummel an Blutweiderich. Foto: Ivar Leidus, CC BY-SA 4.0
Absondern

Eine Blüte bietet Nektar an

Spezialisierte Gewebe, die Nektarien, sondern Nektar ab, eine Lösung von Zuckern in Wasser. Sein Zuckergehalt schwankt zwischen den Pflanzen stark, von etwa 7 % bis 70 % des Gewichts.

Bestätigter Fakt[1]
Honigbienenarbeiterin mit einer Pollenladung am Hinterbein. USGS BIML, gemeinfrei
Sammeln

Eine Sammlerin füllt ihren Honigmagen

Eine Arbeiterin saugt Nektar mit ihrem Rüssel auf, einem Röhrchen zum Aufsaugen von Flüssigkeiten, und trägt ihn in ihrem Honigmagen nach Hause. Pollen wird getrennt befördert, in Körbchen an den Hinterbeinen gepackt.

Bestätigter Fakt[2]
Honigbienen auf einer Brutwabe. Foto: Nick Pitsas, CSIRO, CC BY 3.0
Weitergeben

Die Ladung wechselt den Besitzer

Zurück im Stock übergibt die Sammlerin den Nektar einer Stockbiene, die ihn in eine leere Zelle gibt oder zu einer teilweise gefüllten hinzufügt.

Bestätigter Fakt[3]
Eine Wabe mit Brut in der Mitte und Vorräten ringsum. Foto: Joska16, CC BY-SA 4.0
Reifen

Wasser geht, Enzyme kommen

Die Bienen fügen Enzyme hinzu, die zum Reifen des Honigs nötig sind, und lassen Wasser daraus verdunsten. Die FAO weist darauf hin, dass etwa die Hälfte des Wassers im tagsüber gesammelten Nektar in der Nacht verdunstet.

Bestätigter Fakt[3]
Verdeckelter Honig, darunter einige offene Zellen. Foto: Waugsberg, CC BY-SA 3.0
Verschließen

Reifer Honig wird mit Wachs verdeckelt

Arbeiterinnen erzeugen Wachs in vier Drüsenpaaren an der Unterseite des Hinterleibs. Damit bauen sie die Wabe und verschließen den reifen Honig darin.

Bestätigter Fakt[3]
Definieren

Honig nach internationalem Standard

„Der natürliche süße Stoff, den Honigbienen aus dem Nektar von Pflanzen oder aus Sekreten lebender Pflanzenteile oder aus Ausscheidungen pflanzensaugender Insekten erzeugen …“

Der Standard des Codex Alimentarius begrenzt den Wassergehalt bei den meisten Honigen auf 20 % und bei Heidehonig (Calluna) auf 23 %. Nicht jeder Honig beginnt in einer Blüte: Honigtauhonig stammt hauptsächlich aus den Ausscheidungen pflanzensaugender Insekten.

Bestätigter Fakt[4]

Im Inneren des Stocks

Eine Brutwabe ist eine Karte der Bedürfnisse des Volkes. Wählen Sie einen Zelltyp, um zu sehen, wo die Bienen ihn anlegen.

Schematische Brutwabe Verdeckelte Brut in der Mitte, umgeben von offener Brut und Eiern, einem Pollenkranz, Nektar und verdeckeltem Honig zum oberen Rand hin. Drohnenbrut in den unteren Ecken und eine Weiselzelle, die am unteren Rand hängt.

Illustration: Honey Odyssey, schematisch.

Honigbienenkönigin, Seitenansicht. USGS BIML, CC BY 2.0

Königin

16Tage vom Ei bis zum erwachsenen Tier

Das einzige eierlegende Weibchen in einem typischen Volk.

Honigbienenkönigin, Seitenansicht. USGS BIML, CC BY 2.0

Honigbienenarbeiterin, Seitenansicht. USGS BIML, gemeinfrei

Arbeiterin

21Tage vom Ei bis zum erwachsenen Tier

Weibchen, die bauen, putzen, füttern, bewachen und Futter sammeln.

Honigbienenarbeiterin, Seitenansicht. USGS BIML, gemeinfrei

Honigbienendrohn, Seitenansicht. USGS BIML, CC BY 2.0

Drohn

24Tage vom Ei bis zum erwachsenen Tier

Männchen. Ihre großen Augen stoßen oben auf dem Kopf zusammen.

Honigbienendrohn, Seitenansicht. USGS BIML, CC BY 2.0

Bestätigter Fakt[3]

Die meisten Bienen leben nie in einem Stock

20.000+

beschriebene Bienenarten in sieben Familien. Bestätigter Fakt[14]

Die große Mehrheit lebt solitär: Ein einzelnes Weibchen baut und versorgt sein eigenes Nest, meist im Boden, manchmal in Holz oder in einem hohlen Stängel.

Bestätigter Fakt[15] Bestätigter Fakt[16]
Geöffnete Niströhren von Mauerbienen: Reihen von Kammern mit Kokons und Pollen, getrennt durch Lehmwände.
Geöffnete Niströhren von Mauerbienen (Osmia). Foto: Gilles San Martin, CC BY-SA 2.0
Apis mellifera, Westliche Honigbiene
Apis melliferaWestliche Honigbiene

Lebt in mehrjährigen Völkern, die Honig speichern, um Zeiten ohne Blüten zu überstehen.

Volk in einer Höhle oder einem Bienenstock Bestätigter Fakt[8]
Bombus terrestris, Dunkle Erdhummel
Bombus terrestrisDunkle Erdhummel

Dieses Exemplar stammt aus Neuseeland, wo Hummeln 1885 und 1906 aus England eingeführt wurden.

Einjähriges Volk Bestätigter Fakt[9]
Bombus dahlbomii, Bombus dahlbomii
Bombus dahlbomiiBombus dahlbomii

Heimisch in Chile und Argentinien; in der nationalen Artenklassifizierung Chiles (2015) als stark gefährdet eingestuft.

Einjähriges Volk Bestätigter Fakt[10]
Xylocopa caerulea, Xylocopa caerulea
Xylocopa caeruleaXylocopa caerulea

Holzbienen nagen ihre Nistgänge in totes Holz.

Im Holz Bestätigter Fakt[11]
Andrena vicina, Sandbiene
Andrena vicinaSandbiene

Sandbienen graben ihre Nester in den Boden.

Im Boden Bestätigter Fakt[11]
Lasioglossum albipes, Schmalbiene
Lasioglossum albipesSchmalbiene

Manche Populationen leben sozial, andere solitär.

Im Boden Bestätigter Fakt[12]
Megachile sp., Blattschneiderbiene
Megachile sp.Blattschneiderbiene

Viele Arten kleiden ihre Brutzellen mit Stücken aus, die sie aus Blättern schneiden.

In Hohlräumen Bestätigter Fakt[11]
Osmia rufohirta, Mauerbiene
Osmia rufohirtaMauerbiene

Baut ihr Nest in leeren Schneckenhäusern.

In Schneckenhäusern Bestätigter Fakt[13]
Triepeolus subnitens, Kuckucksbiene
Triepeolus subnitensKuckucksbiene

Sammelt keinen Pollen. Sie legt ihre Eier in die Nester anderer Bienen.

In Nestern anderer Bienen Bestätigter Fakt[11]
Exemplarfotos: USGS Bee Inventory and Monitoring Lab, gemeinfrei. Alle 25 Arten ansehen

Die Welt der Bienen in Zahlen

Jeder Wert zeigt Einheit, Gebiet, Jahr und Quelle. Wir zeigen nur, was sich zählen lässt.

101,7 Millionen

Bienenstöcke weltweit. Statistische Schätzung[17]

Einheit
Bienenstöcke (Anzahl)
Gebiet
Welt
Jahr
2024
Status
FAO-Schätzung
Quelle
FAOSTAT
Abgerufen
19. Oktober 2026
Bienenstöcke weltweit, 1961 bis 2024Die Zahl der Bienenstöcke weltweit stieg von etwa 49,2 Millionen im Jahr 1961 auf 101,7 Millionen im Jahr 2024.0Mio.25Mio.50Mio.75Mio.100Mio.196119802000202449,2Mio.101,7Mio.

Quelle: FAOSTAT, Crops and livestock products (QCL), Position „Bees“, Element „Stocks“. Weltwerte sind Schätzungen der FAO.

FAOSTAT zählt Bienenstöcke. Ein Bienenstock ist kein Volk, kein Bienenstand und kein Imker, und diese Zahlen ersetzen einander nicht.

1,96 Millionen

Tonnen erzeugter natürlicher Honig, Welt, 2023

Bestätigter Fakt[17]

FAOSTAT, amtlicher Wert.

64,5 Tausend

Tonnen erzeugtes Bienenwachs, Welt, 2024

Statistische Schätzung[17]

FAOSTAT, FAO-Schätzung.

0

im Honey-Odyssey-Katalog geprüfte Bienenstände

Die ersten fünf dokumentarischen Geschichten sind in Vorbereitung. Diese Zahl wächst nur mit geprüften Einträgen.

Wie viele Bienen gibt es auf der Erde?

Wir zeigen keinen laufenden Zähler. Keine anerkannte Methode zählt alle wilden und gehaltenen Bienen, und eine erfundene Zahl würde Falsches vermitteln.

Datenebenen

Wo die Bienenstöcke stehen

Bienenstöcke und Honigproduktion nach Ländern, aus dem jeweils letzten Jahr, das jedes Land an die FAO gemeldet hat.

Karte wird geladen

Die meisten Bienenstöcke

FAOSTAT, zuletzt gemeldetes Jahr

    Ein Land ohne Farbe hat für diese Position keinen FAOSTAT-Wert. Das ist eine Lücke in der Berichterstattung, kein Beweis, dass es dort keine Bienenstöcke gibt.

    Jedes Land zeigt sein zuletzt gemeldetes Jahr. Der Status folgt den FAO-Kennzeichnungen: amtlicher Wert, Schätzung oder imputierter Wert.

    Die Artenebene zählt die Bienen aus unserem Katalog mit mindestens 5 GBIF-Nachweisen in einem Land. Nachweise zeigen, wo eine Biene gefunden wurde, nicht ihr gesamtes Verbreitungsgebiet. Wählen Sie ein Land, um die Arten zu sehen.

    Statistische Schätzung[17]

    Drei Zugänge

    Von der Blüte zum Honig

    Eine Ladung Nektar, von der Pflanze bis zur verschlossenen Zelle.

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    Ein Tag im Leben einer Biene

    Eine Art, ein Ort, ein Tag. Wechseln Sie die Art, und die Geschichte ändert sich.

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    Ein Jahr am Bienenstand

    Das Jahrestagebuch eines echten Betriebs: Pflanzen, Beobachtungen und die Entscheidungen der Imkerin oder des Imkers.

    In Vorbereitung

    Woher wir wissen, was wir zeigen

    Jede überprüfbare Aussage führt zu einer Quelle, die sie tatsächlich stützt. Die Lesenden sollen immer sehen, welche Art von Wissen sie vor sich haben.

    • Quellen zuerst. Amtliche Statistiken, Museen, Universitäten und begutachtete Studien haben Vorrang vor allem anderen.
    • Keine erfundenen Zahlen. Wenn sich ein Wert nicht messen lässt, erklären wir, warum, statt ihn der Wirkung halber zu schätzen.
    • Sorgfalt bei Worten. Wir verwenden „Migration“ nur dort, wo das Wort das untersuchte Phänomen beschreibt, und übertragen die Biologie der Honigbiene nie auf alle Bienen.
    • Keine Gesundheitsversprechen. Traditionen und Geschmack halten wir von gesundheitsbezogenen Aussagen getrennt, und wir veröffentlichen keine medizinischen Versprechen ohne belastbare Belege.
    • Sichtbare Korrekturen. Jeder Artikel nennt seinen Autor, das Datum der Prüfung und eine Liste wesentlicher Änderungen.
    • Bestätigter Fakt

      Gestützt durch amtliche Statistiken, wissenschaftliche Einrichtungen oder begutachtete Forschung.

    • Statistische Schätzung

      Ein statistischer oder modellierter Wert, angegeben mit Jahr und Methode.

    • Beobachtung

      Die Aufzeichnung einer Sichtung an einem bestimmten Ort und zu einer bestimmten Zeit. Sie bestätigt das Vorkommen, nicht die Häufigkeit.

    • Angabe des Betriebs

      Angaben eines Bienenstands oder Unternehmens, nicht unabhängig überprüft.

    • Offene Frage

      Eine Hypothese oder offene Frage, die die Forschung noch nicht geklärt hat.

    Quellen

    1. Nicolson, S.W., Nepi, M. & Pacini, E. (eds) (2007). Nectaries and Nectar. Dordrecht: Springer. Chapter 1, Introduction (Pacini, E. & Nicolson, S.W.), pp. 1-18. Link
    2. Adjare, S.O. (1990). Beekeeping in Africa. FAO Agricultural Services Bulletin 68/6. Rome: FAO. Chapter 3, Anatomy of the honeybee. Link
    3. Adjare, S.O. (1990). Beekeeping in Africa. FAO Agricultural Services Bulletin 68/6. Rome: FAO. Chapter 2, Colony life and social organization. Link
    4. Codex Alimentarius Commission. Revised Codex Standard for Honey, CODEX STAN 12-1981, Rev. 1 (1987), Rev. 2 (2001). FAO/WHO. Sections 2.1, 2.1.2 and 3.4. Link
    5. Camazine, S. (1991). Self-organizing pattern formation on the combs of honey bee colonies. Behavioral Ecology and Sociobiology 28: 61-76. Link
    6. Seeley, T.D. & Morse, R.A. (1976). The nest of the honey bee (Apis mellifera L.). Insectes Sociaux 23: 495-512. Link
    7. Ellis, J.D. (2015). Field guide to beekeeping: the components of a honey bee nest. American Bee Journal 155(7): 741-745. University of Florida Honey Bee Research and Extension Laboratory. Link
    8. Cressman, A., Boyle, N. & Amsalem, E. (updated 2024). The Bumble Bee Lifestyle. Penn State Extension, Department of Entomology. Link
    9. Goulson, D. & Hanley, M.E. (2004). Distribution and forage use of exotic bumblebees in South Island, New Zealand. New Zealand Journal of Ecology 28(2): 225-232. Link
    10. Ministerio del Medio Ambiente, Chile (2015). Ficha de antecedentes de especie: Bombus dahlbomii. Reglamento de Clasificacion de Especies Silvestres, 12th process. Link
    11. Michener, C.D. (2007). The Bees of the World, 2nd edition. Baltimore: Johns Hopkins University Press.
    12. Plateaux-Quénu, C., Plateaux, L. & Packer, L. (2000). Population-typical behaviours are retained when eusocial and non-eusocial forms of Evylaeus albipes are reared simultaneously in the laboratory. Insectes Sociaux 47: 263-270.
    13. Bellmann, H. (1981). Zur Ethologie mitteleuropäischer Bauchsammlerbienen (Hymenoptera, Megachilidae): Osmia bicolor, O. aurulenta, O. rufohirta, Megachile parietina, M. pilidens. Veröffentlichungen für Naturschutz und Landschaftspflege in Baden-Württemberg 53/54: 477-540. See also University of Hradec Králové, Bees nesting in empty gastropod shells. Link
    14. Russell, A.L., Buchmann, S.L., Ascher, J.S., Wang, Z., Kriebel, R., Jolles, D.D., Orr, M.C. & Hughes, A.C. (2024). Global patterns and drivers of buzzing bees and poricidal plants. Current Biology 34(14): 3055-3063.e5. Link
    15. Danforth, B.N., Minckley, R.L. & Neff, J.L. (2019). The Solitary Bees: Biology, Evolution, Conservation. Princeton University Press. Link
    16. Gardner, J. Wild Bees and Building Wild Bee Houses. University of Minnesota Bee Lab, University of Minnesota Extension. Link
    17. FAO (2026). FAOSTAT: Crops and livestock products (QCL). Items Bees (1181), Natural honey (1182), Beeswax (1183). Bulk download, retrieved 19 October 2026. Link