Honigtauhonig
Honigtauhonig
Honigtauhonig entsteht hauptsächlich aus Ausscheidungen pflanzensaugender Insekten auf lebenden Pflanzen wie Tanne, Fichte, Kiefer und Eiche. Er weist hohe Farbwerte und eine hohe elektrische Leitfähigkeit auf. Das EU-Recht verlangt eine elektrische Leitfähigkeit von mindestens 0,8 mS/cm und mindestens 45 g/100 g Fructose plus Glucose.

Was wir wissen
Herkunft und Pflanze
Zu den Nadelholz-Honigtauquellen gehören die Weißtanne (Abies alba) in Mittel- und Nordeuropa und die Griechische Tanne (Abies cephalonica) in Griechenland.
Bestätigter Fakt[1]Laubholz-Honigtau wird im größten Teil Europas erzeugt, hauptsächlich von verschiedenen Eichenarten (Quercus).
Bestätigter Fakt[1]
Woran man sie erkennt
Unter dem Mikroskop zeigen Honigtauhonige zahlreiche Honigtaubestandteile wie Pilzhyphen und -sporen sowie einzellige Algen.
Bestätigter Fakt[1]Für Weißtannen-Honigtauhonig (Abies alba) beschreibt die sensorische Analyse den Farbton als normale Honigfarbe mit grüner Fluoreszenz.
Beobachtung[1]Für Weißtannen-Honigtauhonig (Abies alba) werden Geruch und Aroma beide als holzig und warm beschrieben.
Beobachtung[1]
Zusammensetzung
Honigtauhonig weist hohe Werte für Farbe, elektrische Leitfähigkeit und pH-Wert auf.
Bestätigter Fakt[1]In den europäischen Daten lag die elektrische Leitfähigkeit im Mittel bei 1,20 mS/cm (SD 0,22, n = 648), mit einem angegebenen Bereich von 0,85 bis 1,63 mS/cm, der nach Darstellung der Autoren 95 % der Proben abdeckt.
Beobachtung[1]
Standards und Vorschriften
Das EU-Recht definiert Honigtauhonig als Honig, der hauptsächlich aus Ausscheidungen pflanzensaugender Insekten (Hemiptera) auf lebenden Pflanzenteilen oder aus Sekreten lebender Pflanzenteile gewonnen wird.
Bestätigter Fakt[2]Der Standard des Codex Alimentarius folgt demselben Gedanken: Honig, der hauptsächlich aus Hemiptera-Ausscheidungen auf lebenden Pflanzen oder aus Sekreten lebender Pflanzenteile stammt.
Bestätigter Fakt[3]Nach der Richtlinie 2001/110/EG (EU-Honigrichtlinie) müssen Honigtauhonig, Kastanienhonig und ihre Mischungen eine elektrische Leitfähigkeit von mindestens 0,8 mS/cm aufweisen, ausgenommen Mischungen mit bestimmten Honigen, die die Richtlinie gesondert aufführt (etwa Heide, Linde und Eukalyptus).
Bestätigter Fakt[2]Die Richtlinie legt Fructose plus Glucose für Honigtauhonig und seine Mischungen mit Blütenhonig auf mindestens 45 g/100 g fest.
Bestätigter Fakt[4]In einem Anhang, der zur freiwilligen Anwendung durch Handelspartner gedacht ist, nennt auch der Codex-Standard eine Mindestleitfähigkeit von 0,8 mS/cm für Honigtau- und Kastanienhonig und ihre Mischungen.
Bestätigter Fakt[3]
Honey Odyssey beschreibt Zusammensetzung, Herkunft und Tradition. Es gibt keine medizinischen Ratschläge und macht keine gesundheitsbezogenen Aussagen.
Weiter
Quellen
- Persano Oddo L., Piro R. (2004) Main European unifloral honeys: descriptive sheets. Apidologie 35 (Suppl. 1), S38-S81. Link
- Council Directive 2001/110/EC of 20 December 2001 relating to honey, consolidated version of 23.06.2014 (incorporating Directive 2014/63/EU), EUR-Lex. Link
- Codex Alimentarius Commission. Codex Standard for Honey, CODEX STAN 12-1981. Adopted in 1981, revisions 1987 and 2001. FAO/WHO. Link
- Council Directive 2001/110/EC of 20 December 2001 relating to honey. Official Journal of the European Communities L 10, 12.1.2002, p. 47-52. Link
Zuletzt geprüft: 20. Oktober 2026. Jede Aussage auf dieser Seite wurde mit der zitierten Quelle abgeglichen.