Honey Odyssey

Sortenhonig

Lindenhonig

Tilia spp.

Lindenhonig stammt von mehreren Tilia-Arten, vor allem Sommer- und Winterlinde, und wird überwiegend in Mittel- und Osteuropa erzeugt. Er ist hell- bis mittelgelb, hat in der sensorischen Analyse einen kräftigen, frischen Geruch und für einen Nektarhonig eine ungewöhnlich hohe elektrische Leitfähigkeit.

Lindenhonig
Foto: Famartin, CC BY-SA 4.0

Was wir wissen

Herkunft und Pflanze

  • Mehrere Lindenarten, vor allem Tilia platyphyllos und Tilia cordata, wachsen in vielen europäischen Ländern wild.

    Bestätigter Fakt[1]
  • Linden-Sortenhonig wird hauptsächlich in Mittel- und Osteuropa erzeugt.

    Bestätigter Fakt[1]

Woran man sie erkennt

  • Lindenpollen ist im Honig unterrepräsentiert, mitunter extrem, unter anderem weil manche kultivierten Lindensorten steril sind.

    Bestätigter Fakt[1]
  • Die Farbe ist hell bis mittel mit leuchtend gelbem Ton und liegt im Mittel bei 33,3 ± 13,1 mm Pfund.

    Bestätigter Fakt[1]
  • In der sensorischen Analyse ist der Geruch kräftig und wird als holzig, chemisch und frisch beschrieben.

    Beobachtung[1]
  • Sensorische Prüfgruppen bewerten die Süße als mittel, die Säure als schwach, die Bitterkeit als fehlend bis mittel und den Nachgeschmack als lang.

    Beobachtung[1]

Zusammensetzung

  • Bei den meisten chemischen und physikalischen Messwerten liegt Lindenhonig nahe am Durchschnitt der europäischen Sortenhonige.

    Bestätigter Fakt[1]
  • Seine elektrische Leitfähigkeit ist für einen Honig aus Nektar recht hoch.

    Bestätigter Fakt[1]
  • Manche Lindenhonige haben Werte für Glucose plus Fructose unter 60 g/100 g, was sich laut den Sortenbeschreibungen durch Honigtau erklären lässt; Linden können nach dem Befall durch bestimmte Insekten auch Honigtau liefern.

    Angabe des Betriebs[1]

Kristallisation und Lagerung

  • Lindenhonig kristallisiert mit mittlerer Geschwindigkeit.

    Bestätigter Fakt[1]

Standards und Vorschriften

  • Lindenhonig steht auf der Codex-Liste der Ausnahmen von der Leitfähigkeitsregel für Blütenhonige.

    Bestätigter Fakt[3]
  • Auch das EU-Recht nennt Linde (Tilia spp.) unter den Honigen, die vom allgemeinen Leitfähigkeitsgrenzwert ausgenommen sind.

    Bestätigter Fakt[2]

Honey Odyssey beschreibt Zusammensetzung, Herkunft und Tradition. Es gibt keine medizinischen Ratschläge und macht keine gesundheitsbezogenen Aussagen.

Weiter

Quellen

  1. Persano Oddo L., Piro R. (2004) Main European unifloral honeys: descriptive sheets. Apidologie 35 (Suppl. 1): S38-S81. doi:10.1051/apido:2004049 Link
  2. Council Directive 2001/110/EC of 20 December 2001 relating to honey. Official Journal of the European Communities L 10, 12.1.2002, p. 47 Link
  3. Codex Alimentarius Commission. Revised Codex Standard for Honey, CODEX STAN 12-1981, Rev.1 (1987), Rev.2 (2001). FAO/WHO Link

Zuletzt geprüft: 20. Oktober 2026. Jede Aussage auf dieser Seite wurde mit der zitierten Quelle abgeglichen.