Honey Odyssey

Bienenpflanze, Mitteleuropa

Castanea sativa

Mill.

Edelkastanie, Esskastanie

Die Edelkastanie ist ein bis zu 35 m hoher Baum, der nördlich der Alpen spät blüht, im Juni. In der Schweiz ist sie ein Archäophyt und in Deutschland seit der Römerzeit eingebürgert. Ihre männlichen Kätzchen liefern Nektar und Pollen, Honigbienen sammeln an ihr auch Honigtau, und Kastanienhonig kristallisiert langsam und schmeckt bitter.

Castanea sativa
Foto: Dominicus Johannes Bergsma, CC BY-SA 4.0

Was wir wissen

Woran man sie erkennt

  • Sie ist ein bis zu 35 m hoher Baum mit tief gefurchter brauner Rinde und lanzettlichen, stachelig gezähnten, 10 bis 25 cm langen Blättern.

    Bestätigter Fakt[1]

Wann sie blüht

  • Info Flora gibt die Blütezeit der Edelkastanie in der Schweiz mit Juni an.

    Bestätigter Fakt[1]
  • Nördlich der Alpen blüht die Edelkastanie laut der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF) spät, erst von Ende Mai bis Anfang Juni.

    Bestätigter Fakt[2]

Wo sie wächst

  • Info Flora stuft die Edelkastanie als Archäophyten ein, also als Art, die vor 1500 in die Schweiz gelangt ist.

    Bestätigter Fakt[1]
  • In der Schweiz ist sie vor allem im Tessin ein Waldbaum und anderswo oft angepflanzt und eingebürgert, in Wäldern der Hügel- bis Montanstufe.

    Bestätigter Fakt[1]

Was sie Bienen bietet

  • Die LWF gibt an, dass die Bestäuber der Edelkastanie Insekten sind, vor allem Bienen, aber auch Käfer.

    Bestätigter Fakt[2]
  • Die männlichen Blüten liefern sowohl Pollen als auch Nektar, wobei die Nektarien am Grund der Blüte liegen.

    Bestätigter Fakt[3]
  • Eine französische Studie mit Bestäuberausschluss fand eine vorherrschende Rolle der Insekten bei der Bestäubung der Edelkastanie.

    Bestätigter Fakt[4]

Honig

  • Neben Blütennektar sammeln Honigbienen an der Edelkastanie auch Honigtau.

    Bestätigter Fakt[3]
  • Sortenreiner Kastanienhonig kann in deutschen Regionen mit dichten Beständen regelmäßig geerntet werden, zum Beispiel im Pfälzerwald und im Taunus.

    Bestätigter Fakt[3]
  • Kastanienhonig hat eine deutlich bittere Komponente, die ihn zu einer besonderen Spezialität macht, und er kristallisiert wegen seines hohen Fructoseanteils nur sehr langsam.

    Bestätigter Fakt[3]

Menschen

  • In Deutschland ist die Edelkastanie laut der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF) seit der Römerzeit eingebürgert.

    Bestätigter Fakt[2]

Quellen

  1. Info Flora. Castanea sativa Mill.. Online species page, Das nationale Daten- und Informationszentrum der Schweizer Flora (text from Flora Helvetica). Link
  2. Aas G. (2018) Die Esskastanie (Castanea sativa): Verwandtschaft, Morphologie und Ökologie. LWF Wissen 81, Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft; copy on the University of Bayreuth repository. Link
  3. Illies I. (2018) Edelkastanienhonig: ein besonderer Sortenhonig. LWF Wissen 81, p. 54, Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (author at the LWG bee institute, Veitshöchheim). Link
  4. Larue C, Austruy E, Basset G, Petit RJ. (2021) Revisiting pollination mode in chestnut (Castanea spp.): an integrated approach. Botany Letters. doi:10.1080/23818107.2021.1872041. Abstract read on the University of Bordeaux repository. Link

Zuletzt geprüft: 30. Oktober 2026. Jede Aussage auf dieser Seite wurde mit der zitierten Quelle abgeglichen.