Bienenpflanze, Mitteleuropa
Centaurea cyanus
Kornblume, Zyane
Die Kornblume ist ein einjähriges Ackerunkraut ostmediterraner Herkunft, das mit dem frühen Ackerbau ankam. Info Flora gibt Juni bis Oktober als ihre Blütezeit in der Schweiz an, wo sie potenziell gefährdet ist. In einer britischen Wiesenstudie lieferte sie den höchsten Nektarzucker je Blütenkopf aller Einjährigen, etwa 896 Mikrogramm in 24 Stunden.

Was wir wissen
Woran man sie erkennt
Die Pflanzen sind 20 bis 70 cm hoch und weißfilzig, mit linealisch-lanzettlichen Blättern; die unteren Blätter sind zur Blütezeit meist vertrocknet.
Bestätigter Fakt[1]Die Blütenköpfe stehen einzeln, mit grünen Hüllblättern, die einen schwarzen, gefransten Anhang tragen; die Blüten sind blau, die äußeren stark vergrößert.
Bestätigter Fakt[1]
Wann sie blüht
Wo sie wächst
In der Schweiz wächst sie in Getreidefeldern und auf Ruderalflächen von der kollinen bis zur montanen, gelegentlich subalpinen Stufe.
Bestätigter Fakt[1]
Was sie Bienen bietet
In einer britischen Studie zu angesäten Stadtwiesen produzierte die Kornblume den meisten Nektarzucker aller Einjährigen, etwa 896 Mikrogramm je Blüteneinheit in 24 Stunden.
Bestätigter Fakt[4]In derselben Studie leistete die Kornblume den größten Einzelbeitrag zum Nektar der einjährigen Wiesen, etwa ein Drittel der Gesamtmenge.
Bestätigter Fakt[4]
Honig
Das Bieneninstitut Celle nennt Kornblumenhonig als Beispiel für einen Sortenhonig, der ganz oder überwiegend von der genannten Pflanze stammen muss.
Bestätigter Fakt[5]
Im Garten
Das Bieneninstitut Celle führt die Kornblume unter den bienenfreundlichen Blumen, die sich für fast jeden Garten eignen.
Angabe des Betriebs[6]
Menschen
Laut einem von Agrarumwelt Rheinland-Pfalz veröffentlichten Artenblatt von Bischoff und Schönhofer wurde die Kornblume vor etwa 7000 Jahren zusammen mit dem Ackerbau eingeführt; Info Flora gibt als Herkunft das östliche Mittelmeergebiet an.
Bestätigter Fakt[3]In der Schweiz ist die Kornblume auf der nationalen Roten Liste als potenziell gefährdet (NT) eingestuft.
Bestätigter Fakt[1]Die deutschen Direktzahlungsregeln führen Centaurea cyanus unter den pollen- und nektarreichen Arten, die auf Brachflächen mit Honigpflanzen zulässig sind.
Bestätigter Fakt[7]
Quellen
- Info Flora, das nationale Daten- und Informationszentrum der Schweizer Flora. Species page: Centaurea cyanus L. Description text from Flora Helvetica (2018). Accessed 29 Oct 2026. Link
- Pladias, Database of the Czech Flora and Vegetation. Taxon data: Centaurea cyanus. Accessed 29 Oct 2026. Link
- Bischoff, A. & Schönhofer, A. (n.d.). Steckbrief: Kornblume (Centaurea cyanus). Technische Hochschule Bingen, Landschaftsökologie und Biodiversität; published by Agrarumwelt Rheinland-Pfalz. Link
- Hicks, D. M., Ouvrard, P., Baldock, K. C. R., Baude, M., Goddard, M. A., Kunin, W. E., Mitschunas, N., Memmott, J., Morse, H., Nikolitsi, M., et al. (2016). Food for Pollinators: Quantifying the Nectar and Pollen Resources of Urban Flower Meadows. PLOS ONE 11(6): e0158117. Link
- LAVES Institut für Bienenkunde Celle (2016). Was ist ein Sortenhonig? Das Bieneninstitut Celle informiert (44). Link
- Boecking, O. (2010). Aktiver Bienenschutz: Verbesserung des Nahrungsangebotes für Bienen. LAVES Institut für Bienenkunde Celle. Link
- Direktzahlungen-Durchführungsverordnung (DirektZahlDurchfV), Anlage 5 (zu § 32a Absatz 2 Satz 1 und Absatz 3): Zulässige Arten auf für Honigpflanzen genutztem brachliegendem Land. Bundesministerium der Justiz, gesetze-im-internet.de. Fundstelle BAnz AT 29.03.2018 V1. Link
Zuletzt geprüft: 30. Oktober 2026. Jede Aussage auf dieser Seite wurde mit der zitierten Quelle abgeglichen.