Honey Odyssey

Mischblütenhonig

Mischblütenhonig

Mischblütenhonig (multifloraler Honig) ist Honig, der nicht ganz oder überwiegend einer einzigen Pflanze zugeordnet werden kann. EU- und Codex-Regeln erlauben eine Blütenbezeichnung nur, wenn der Honig ganz oder überwiegend von dieser Quelle stammt und deren organoleptische, physikalisch-chemische und mikroskopische Merkmale aufweist. Bienen sammeln immer an mehreren Arten, die Pollenanalyse setzt einen Richtwert von 45 Prozent für Sortenangaben, und die meisten multifloralen Honige fallen in die Pollenklasse II.

Mischblütenhonig
Foto: Seattle City Council from Seattle, CC0

Was wir wissen

Herkunft und Pflanze

  • Bienen sammeln immer an verschiedenen Blütenarten, auch wenn eine Art vorherrscht, und keine Analyse erlaubt es, den genauen Prozentanteil eines bestimmten Nektars in einem Honig zu bestimmen.

    Bestätigter Fakt[3]
  • Es ist schwierig, die Trennlinie zwischen multifloralen und Sortenhonigen genau festzulegen.

    Bestätigter Fakt[3]

Woran man sie erkennt

  • Die Pollenanalyse von Honig, die Melissopalynologie, ist für die Qualitätskontrolle wichtig und kann helfen, die geografische und botanische Herkunft von Honigen zu bestimmen und zu kontrollieren.

    Bestätigter Fakt[4]
  • Honig enthält immer zahlreiche Pollenkörner, hauptsächlich von den Pflanzenarten, die von Honigbienen besammelt werden, und ein Honig gilt als Sortenhonig, wenn die relative Häufigkeit des Pollens eines Taxons 45 Prozent überschreitet.

    Bestätigter Fakt[4]
  • Da viele Pollentypen über- oder unterrepräsentiert sind, schwanken die Pollenanteile zwischen Sortenhonigen stark, weshalb zur Beurteilung der botanischen Herkunft sensorische und physikalisch-chemische Daten empfohlen werden.

    Bestätigter Fakt[4]
  • In den Klassen der absoluten Pollenzahl umfasst die Klasse II mit 21.000 bis 100.000 Pollenkörnern pro 10 g die meisten multifloralen Honige sowie die Honigtauhonige.

    Bestätigter Fakt[4]
  • Auch die sensorische Prüfung wird zur Überprüfung der Konformität von Sortenhonigen eingesetzt, wobei Prüfgruppen die Konformität von 1 bis 10 bewerten und ein Wert von 5 als Schwelle gilt, ab der ein Honig als Sortenhonig betrachtet wird.

    Bestätigter Fakt[5]

Standards und Vorschriften

  • Die EU-Richtlinie 2001/110/EG definiert Honig als den natürlichen süßen Stoff, der von Bienen der Art Apis mellifera aus dem Nektar von Pflanzen erzeugt wird, und Blüten- oder Nektarhonig als Honig, der aus dem Nektar von Pflanzen gewonnen wird.

    Bestätigter Fakt[1]
  • Nach der EU-Richtlinie in der 2024 geänderten Fassung darf die Produktbezeichnung nur dann durch eine Angabe zur Blüten- oder Pflanzenherkunft ergänzt werden, wenn das Erzeugnis ganz oder überwiegend von der angegebenen Quelle stammt und die organoleptischen, physikalisch-chemischen und mikroskopischen Merkmale dieser Herkunft aufweist; eine Kategorie für Mischblütenhonig nennt die Richtlinie nicht.

    Bestätigter Fakt[1]
  • Der Codex-Honigstandard definiert Blüten- oder Nektarhonig als Honig, der aus dem Nektar von Pflanzen stammt, und erlaubt eine Bezeichnung nach Blüten- oder Pflanzenquelle nur, wenn der Honig ganz oder überwiegend von dieser Quelle stammt und die ihr entsprechenden organoleptischen, physikalisch-chemischen und mikroskopischen Eigenschaften besitzt.

    Bestätigter Fakt[2]
  • Der Codex verlangt außerdem, dass bei einer Bezeichnung des Honigs nach Blüten-, Pflanzen- oder geografischer Herkunft der Name des Landes anzugeben ist, in dem der Honig erzeugt wurde.

    Bestätigter Fakt[2]

Menschen und Tradition

  • Sortenhonige gelten als wertvollere Klasse, und ihre Bezeichnungen erzielen oft höhere Preise als Honigmischungen; in Italien, Spanien und Frankreich trägt fast die Hälfte des vermarkteten Honigs eine botanische Bezeichnung.

    Bestätigter Fakt[3]

Honey Odyssey beschreibt Zusammensetzung, Herkunft und Tradition. Es gibt keine medizinischen Ratschläge und macht keine gesundheitsbezogenen Aussagen.

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Quellen

  1. Council Directive 2001/110/EC of 20 December 2001 relating to honey. Official Journal L 10, 12.1.2002, p. 47-52, Article 2 and Annex I Link
  2. Codex Alimentarius. Standard for Honey, CODEX STAN 12-1981 (rev. 1987, 2001), sections 2.1.1, 6.1.6 and 6.1.8 Link
  3. Persano Oddo L., Bogdanov S. (2004) Determination of honey botanical origin: problems and issues. Apidologie 35 (Suppl. 1), S2-S3. doi:10.1051/apido:2004044 Link
  4. von der Ohe W., Persano Oddo L., Piana M.L., Morlot M., Martin P. (2004) Harmonized methods of melissopalynology. Apidologie 35 (Suppl. 1), S18-S25. doi:10.1051/apido:2004050 Link
  5. Piana M.L., Persano Oddo L., Bentabol A., Bruneau E., Bogdanov S., Guyot Declerck C. (2004) Sensory analysis applied to honey: state of the art. Apidologie 35 (Suppl. 1), S26-S37. doi:10.1051/apido:2004048 Link

Zuletzt geprüft: 30. Oktober 2026. Jede Aussage auf dieser Seite wurde mit der zitierten Quelle abgeglichen.