Bienenpflanze, Mitteleuropa
Melilotus officinalis
Echter Steinklee, Gelber Steinklee
Der Gelbe Steinklee ist ein hoher Schmetterlingsblütler der Straßenränder, Ruderalflächen, Kiesgruben und Flusskiesbänke, der in der Schweiz als Archäophyt eingestuft wird. Info Flora gibt Juni bis Oktober als seine Blütezeit an. Polnische Forscher beschreiben ihn als attraktive und ergiebige Nektarpflanze und nutzten Cumarin als Marker für seinen Honig.

Was wir wissen
Mit dieser Pflanze verbundene Bienen
Woran man sie erkennt
Die Pflanzen sind 30 bis 150 cm hoch, mit dreizähligen Blättern, deren gestielte Teilblättchen länglich-oval bis linealisch und fein gezähnt sind.
Bestätigter Fakt[1]Die gelben, hängenden Blüten sind 5 bis 7 mm lang und stehen in schmalen Trauben aus 30 bis 70 Blüten; die Hülsen sind kahl mit meist querlaufenden Rippen.
Bestätigter Fakt[1]
Wann sie blüht
Wo sie wächst
In der Schweiz wächst er an Straßenrändern, auf Ruderalflächen, in Kiesgruben und auf Flusskiesbänken, von der kollinen bis zur montanen und gelegentlich subalpinen Stufe.
Bestätigter Fakt[1]Info Flora ordnet ihn dem Lebensraumtyp mesophile Ruderalvegetation zu, der Steinklee-Gesellschaft Dauco-Melilotion.
Bestätigter Fakt[1]
Was sie Bienen bietet
Polnische Forscher beschreiben Gelben und Weißen Steinklee als attraktive und ergiebige Nektarpflanzen, die in Polen von Juni bis Ende August blühen.
Angabe des Betriebs[3]Die britische Solitärbiene Melitta leporina, die Weiß-Klee bevorzugt, besucht auch Steinklee und andere Schmetterlingsblütler.
Beobachtung[4]
Honig
Eine Studie an neun Honigen vom Gelben Steinklee aus Südostpolen wählte Cumarin als möglichen chemischen Marker für diesen Honig aus.
Bestätigter Fakt[3]
Menschen
Info Flora stuft den Gelben Steinklee als Archäophyten ein, der vor 1500 in der Region vorhanden war, mit eurasiatischer Verbreitung und ohne Gefährdung auf der Roten Liste.
Bestätigter Fakt[1]Die deutschen Direktzahlungsregeln führen Melilotus officinalis unter den pollen- und nektarreichen Arten, die auf Brachflächen mit Honigpflanzen zulässig sind.
Bestätigter Fakt[5]
Quellen
- Info Flora, das nationale Daten- und Informationszentrum der Schweizer Flora. Species page: Melilotus officinalis (L.) Lam. Description text from Flora Helvetica (2018); habitat types from Delarze et al. (2015). Accessed 29 Oct 2026. Link
- Pladias, Database of the Czech Flora and Vegetation. Taxon data: Melilotus officinalis. Accessed 29 Oct 2026. Link
- Jasicka-Misiak, I., Makowicz, E. & Stanek, N. (2017). Polish Yellow Sweet Clover (Melilotus officinalis L.) Honey, Chromatographic Fingerprints, and Chemical Markers. Molecules 22(1): 138. Link
- Bees, Wasps and Ants Recording Society (BWARS). Melitta leporina species account. Link
- Direktzahlungen-Durchführungsverordnung (DirektZahlDurchfV), Anlage 5 (zu § 32a Absatz 2 Satz 1 und Absatz 3): Zulässige Arten auf für Honigpflanzen genutztem brachliegendem Land. Bundesministerium der Justiz, gesetze-im-internet.de. Fundstelle BAnz AT 29.03.2018 V1. Link
- Bees, Wasps and Ants Recording Society (BWARS). Andrena wilkella (Kirby, 1802) species account. Link
Zuletzt geprüft: 30. Oktober 2026. Jede Aussage auf dieser Seite wurde mit der zitierten Quelle abgeglichen.