Bienenpflanze, Mitteleuropa
Taraxacum officinale aggr.
Löwenzahn, Gewöhnlicher Löwenzahn
Taraxacum officinale wird hier als Artengruppe aus vielen schwer unterscheidbaren Löwenzähnen behandelt, darunter sexuelle Diploide und apomiktische Triploide. Er blüht hauptsächlich im April und Mai auf Wiesen, an Wegrändern und auf Äckern. Eine britische Studie zählte seine Blütenköpfe zu den an Nektarzucker und Pollen reichsten Beikräutern, und deutsche Bieneninstitute nennen Löwenzahnwiesen als Massentracht, deren Honig kristallisiert.

Was wir wissen
Mit dieser Pflanze verbundene Bienen
- Colletes cunicularius
beide Geschlechter beim Besuch von Löwenzahn (Taraxacum sp.) beobachtet, vermutlich nur wegen des Nektars (Nachweis aus South Glamorgan, Wales)
Bestätigter Fakt[6]
Woran man sie erkennt
Info Flora behandelt den Gewöhnlichen Löwenzahn als Artengruppe, Taraxacum officinale aggr., und nicht als einzelne Art.
Bestätigter Fakt[1]In der Gruppe des Gewöhnlichen Löwenzahns (Taraxacum sect. Taraxacum) können sexuelle diploide Pflanzen in stabilen Mischpopulationen mit triploiden Apomikten zusammenleben.
Bestätigter Fakt[2]
Wann sie blüht
Info Flora gibt April bis Mai als Hauptblütezeit an, wobei einzelne Pflanzen bis Oktober weiterblühen.
Bestätigter Fakt[1]
Wo sie wächst
In der Schweiz wächst Löwenzahn auf fetten Wiesen, an Wegrändern und auf Äckern, bis in die subalpine oder alpine Stufe.
Bestätigter Fakt[1]
Was sie Bienen bietet
In einer britischen Studie zu angesäten städtischen Wiesen in vier Städten gehörte Taraxacum agg. mit geschätzten 2137 Mikrogramm je Blütenkopf und 24 Stunden zu den besten Beikrautarten beim Nektarzucker, mehr als jede angesäte Art.
Bestätigter Fakt[3]Dieselbe britische Studie schätzte 2,8 Mikroliter Pollen je Blütenkopf von Taraxacum agg. und 24 Stunden, einer der höchsten Werte unter den nicht angesäten Arten.
Bestätigter Fakt[3]Die britischen Autoren bezogen Beikräuter in ihre Erhebungen ein, weil, wie sie anmerken, Beikrautarten wie Löwenzahn Bestäubern bedeutende Ressourcen bieten können.
Bestätigter Fakt[3]BWARS berichtet von einem Nachweis aus South Glamorgan, Wales, bei dem beide Geschlechter der Seidenbiene Colletes cunicularius Löwenzahnblüten besuchten, vermutlich nur wegen des Nektars.
Beobachtung[6]
Honig
Der baden-württembergische Bienenweidekatalog nennt Löwenzahnwiesen als Beispiel für die Massenblüte vieler gleichartiger, nektarreicher Blüten, auf die große Honigtrachten angewiesen sind.
Angabe des Betriebs[4]Das LAVES-Bieneninstitut führt Löwenzahnhonig unter den Blütenhonigen, die wegen ihres hohen Glucosegehalts kristallisieren.
Bestätigter Fakt[5]
Menschen
Apomiktische Löwenzähne bilden Samennachkommen mit dem Genotyp der Mutterpflanze, ohne dass eine Bestäubung nötig ist.
Bestätigter Fakt[2]
Quellen
- Info Flora. Taraxacum officinale aggr.. Online species page, Das nationale Daten- und Informationszentrum der Schweizer Flora (text from Flora Helvetica 2018). Link
- Mártonfiová L. (2015) Hybridization in natural mixed populations of sexual diploid and apomictic triploid dandelions (Taraxacum sect. Taraxacum): why are the diploid sexuals not forced out? Folia Geobotanica 50: 339-348. doi:10.1007/s12224-015-9231-y Link
- Hicks DM, Ouvrard P, Baldock KCR, Baude M, Goddard MA, Kunin WE, et al. (2016) Food for Pollinators: Quantifying the Nectar and Pollen Resources of Urban Flower Meadows. PLOS ONE 11(6): e0158117. Link
- Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg. Bienenweidekatalog: Verbesserung der Bienenweide und des Artenreichtums. 6. aktualisierter Nachdruck, Stuttgart, Oktober 2019. Link
- von der Ohe W. (2005) Honig-Kristallisation. Das Bieneninstitut Celle informiert Nr. 43. LAVES Institut für Bienenkunde Celle. Link
- Bees, Wasps and Ants Recording Society (BWARS). Colletes cunicularius species account. Link
Zuletzt geprüft: 20. Oktober 2026. Jede Aussage auf dieser Seite wurde mit der zitierten Quelle abgeglichen.