Bienenpflanze, Mitteleuropa
Prunus spinosa
Schlehe, Schwarzdorn
Die Schlehe ist ein dorniger Strauch der Hecken und Waldränder, dessen weiße Blüten sich im April vor den Blättern öffnen. Eine polnische Studie maß 0,23 mg eiweißreichen Pollen je Blüte und stellte fest, dass Honigbienen den Großteil der Besucher ausmachten. Bieneninstitute zählen sie zu den Sträuchern, die Bienen im Frühjahr unterstützen.

Was wir wissen
Mit dieser Pflanze verbundene Bienen
- Colletes cunicularius
beide Geschlechter beim Nektartrinken an der Schlehe in der Bretagne beobachtet (BWARS)
Bestätigter Fakt[5]
Woran man sie erkennt
Wann sie blüht
Info Flora gibt April als Blütemonat der Schlehe in der Schweiz an.
Bestätigter Fakt[1]
Wo sie wächst
In der Schweiz wächst die Schlehe in Hecken und an Waldrändern, von der kollinen bis zur montanen Stufe.
Bestätigter Fakt[1]
Was sie Bienen bietet
In einer Studie im Südosten Polens erzeugte die Schlehe 0,23 mg Pollen je Blüte und 1,99 g je Quadratmeter Strauchoberfläche.
Bestätigter Fakt[2]Dieselbe Studie ergab, dass Schlehenpollen 22,1 bis 34,2 Prozent Eiweiß enthält.
Bestätigter Fakt[2]Honigbienen machten in beiden Untersuchungsjahren in Polen 68 bis 72 Prozent aller Insektenbesucher der Schlehe aus.
Beobachtung[2]Die bayerische LWG nennt die Schlehe unter den Sträuchern, die die frühe Frühjahrsbienenweide begleiten.
Angabe des Betriebs[3]BWARS zitiert eine Beobachtung aus der Bretagne, bei der beide Geschlechter der Seidenbiene Colletes cunicularius an der Schlehe Nektar aufnahmen.
Beobachtung[5]
Im Garten
Das LAVES-Bieneninstitut führt die Schlehe unter den bienenfreundlichen Sträuchern.
Angabe des Betriebs[4]
Quellen
- Info Flora. Prunus spinosa L.. Online species page, Das nationale Daten- und Informationszentrum der Schweizer Flora (text from Flora Helvetica 2018). Link
- Dmitruk ME, Chrzanowska E, Strzałkowska-Abramek M, Stawiarz E. (2023) Prunus spinosa L. pollen: quantity and nutritional quality. Acta Agrobotanica 76: 174011. doi:10.5586/aa/174011 Link
- Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG), Institut für Erwerbs- und Freizeitgartenbau. Bienenbäume. 1. Auflage, Veitshöchheim, April 2019. Link
- Boecking O. (2010) Aktiver Bienenschutz: Verbesserung des Nahrungsangebotes für Bienen. LAVES Institut für Bienenkunde Celle. Link
- Bees, Wasps and Ants Recording Society (BWARS). Colletes cunicularius species account. Link
Zuletzt geprüft: 20. Oktober 2026. Jede Aussage auf dieser Seite wurde mit der zitierten Quelle abgeglichen.